Eva Susanne Schmidhuber | Bildende Künstlerin | download CV
*1985, lebt und arbeitet in Berlin. Seit 2006 beruflich tätig als Künstlerin / Filmschaffende.

Lebenslauf
Eva Susanne Schmidhuber ist bildende Künstlerin und lebt und arbeitet in Berlin seit 2006. Im Jahr 2025 hat sie die Kunst-am Bau-Projekte „Lottchen³“ in der Erich-Kästner-Straße und „Wilde Möhre“ in der Nostitzstraße in Berlin erfolgreich abgeschlossen. Im Jahr 2023 hat sie für das Kunstwerk „Wilde Möhre“ den 1. Preis in dem internationalen Kunst am Bau Wettbewerb in Berlin, Kreuzberg und im Jahr 2022 für das Kunstwerk „Lottchen³“ in Berlin, Marzahn erhalten. Seit 2014 realisierte sie Kunstwerke im öffentlichen Raum wie das Denkzeichen „Klang der Erinnerung“ in der Gedenkstätte Sachsenhausen.
Sie hat einen Abschluss (M. A.) in Raumstrategien – Kunst im Kontext der Kunsthochschule Berlin Weißensee (2015) sowie in Kulturwissenschaft der Humboldt Universität Berlin (2012).
2009 gründete sie das Kunst- und Kulturprojekt kiezkieken und leitete von 2009 bis 2017 biennal das Berliner Kurzfilmfestival. Seit 2009 organisiert sie ehrenamtlich als Projektleiterin partizipative Kunstprojekte, die von Institutionen wie dem Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wurden. Ziele sind Erforschung des urbanen Raums und Förderung künstlerischer Teilhabe von Bildungsbenachteiligten. Ihre Arbeitsweise ist partizipativ, standortbezogen und kooperativ: Sie arbeitet kontinuierlich mit Museen, kommunalen Kultureinrichtungen und Künstler*innen, Psycholog*innen und Sozialpädagog*innen zusammen.
Als bildende Künstlerin reflektiert sie gesellschaftliche Strukturen und Herausforderungen der Gegenwart durch die künstlerischen Medien Zeichnung, Skulptur, Fotografie / Film. Themenschwerpunkte sind Empowerment, Biodiversität und Erinnerungskultur. Ihre Strategie basiert auf präziser Planung und glücklichem Zufall / Spaß beim künstlerischen Arbeiten. Ihre künstlerische Technik ist Bewegung als persönliche Kraft, die zum Beispiel sichtbar wird in Gravurlinien oder Langzeitbelichtungen. Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Forschung ist der urbane Raum, bestimmte Orte, ihre Geschichte und aktuelle Funktionen. Sie entwickelt ihre Kunstwerke in räumlichen Konfrontationen, künstlerischer Forschung und künstlerischen Provokationen. Sie arbeitet mit lokalen Firmen zusammen und verwendet nachhaltige Materialien (z.B. Charcrete, PLA aus erneuerbarer Biomasse) und innovativen Techniken (z.B. 3D-Druck, Bodyscan, Photogrammetrie).
CV
Eva Susanne Schmidhuber is a visual artist and has lived and worked in Berlin since 2009. In 2023 she received the first prize in the international art-in-public-space-competition „Nostitzstraße, Berlin“ for the artwork „Wild carrot“ and in 2022 for the artwork „Lottchen³“ on Erich-Kästner-Straße“, Berlin. In 2025 and 2024 she realized both artworks with success. In 2014 she realized the memorial „Sound of Remembrance“ in the Sachsenhausen Memorial Place.
In 2015 she completed her Master of Arts in the field of spatial strategies – art in context at the Kunsthochschule Berlin Weissensee and in 2012 her studies in cultural and social sciences at the Humboldt University in Berlin.
In 2009 she founded the art and culture project kiezkieken and organised between 2009 and 2017 biennal the Berlin short-film-festival. Since 2009 she has carried out as project manager various participatory art projects with funding by different institutions as the German Federal Ministry of Research and Education. The goals are to explore urban space and to promote artistic participation of educationally disadvantaged people. Her way of working is participatory, site-specific and cooperative: she works together with several municipal cultural institutions.
As visual artist she reflects on social structures and challenges of our society through the artistic media of drawing, sculpture and photography / film. The main topics are empowerment, biodiversity and culture of remembrance. Her strategy is based on precise planning and serendipity / fun with artistic working. Her artistic technique is movement as a personal force, e. g. visible through the lines of engraving with machines or time exposure. The starting point of her artistic research is urban space, certain places, their history and current functions. She develops her works in spatial confrontations, research, artistic provocations. She collaborates with local companies and works with sustainable materials (e. g. charcrete, PLA from renewable biomass) and innovative techniques (e. g. 3D-printing, bodyscan, photogrammetry) to realize her artworks.
Abschlüsse
2015 Master of Arts in Raumstrategien – Kunst im Kontext an der Kunsthochschule Berlin Weißensee
2012 Bachelor of Arts in Kulturwissenschaften an der Humboldt Universität zu Berlin
Aktuelle Mitgliedschaft in Fachverbänden
Mitglied des Berufsverbands Bildender Künstler*innen – bbk Berlin
Mitglied der VG / Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst, Bonn
Vorstandsvorsitzende von kiezkieken e. V. zur Förderung von Kunst und Kultur
Werke im öffentlichen Raum
2025 „Lottchen³“ (Lottchen hoch drei), Lichthof an der Eingangshalle, Gymnasium Erich-Kästner-Straße 52, Berlin-Marzahn. (dauerhaft)
2025 Wandarbeit „Wilde Möhre“, Haupttreppenhaus, Bergmannkiez-Gemeinschaftsschule, Nostitzstraße 60, Berlin-Kreuzberg. (dauerhaft)
2025 Außenskulptur „Wilde Möhre“, Nostitzstraße 60, Berlin-Kreuzberg. (dauerhaft)
2014 “Klang der Erinnerung”, Denkzeichen für siebenundzwanzig politische Gefangene, Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Oranienburg. (dauerhaft)
Fachpreisrichterin, Jurymitglied Kunst am Bau
2025/2026 Fachpreisrichterin im Wettbewerbsverfahren
Kunst-am-Bau Landsberger Straße
2024 Fachjurorin im Kunst am Bau Verfahren für den Neubau der Mensa der
Mark-Twain-Grundschule
2023 Fachpreisrichterin im Wettbewerbsverfahren
Kunst-am-Bau Wartiner Straße
2023 Fachpreisrichterin im Wettbewerbsverfahren
Kunst-am-Bau, Jugendfreizeiteinrichtung Düppel, Berlin
2022 Fachpreisrichterin im Wettbewerbsverfahren
Kunst-am-Bau Gustav-Heinemann-Oberschule
2022 Fachpreisrichterin im Wettbewerbsverfahren
Neubau eines Funktionsgebäudes auf der Sportanlage Hubertusallee
2021 „Spieglein, Spieglein an der Wand, wer hat die schönste Schule…?“
Artikel als Fachpreisrichterin in kunststadt stadtkunst 68-2021
Partizipative Projekte im öffentlichen Raum
seit 2009 Gründung und Leitung des „kiezkieken“ – Berliner Kurzfilmfestival zur künstlerischen Erforschung des urbanen Raums in Berliner Stadtteilen.
2023-2027 Künstlerische Leitung von Kunstopie – Für (künstlerische) Vielfalt und Teilhabe in Lichtenberg, Berlin.
2022 Künstlerische Leitung von „KunstSpiele – TheaterFilmProjekt gegen Rassismus und Gewalt“. Ein partizipatives Kunstprojekt mit geflüchteten und nicht-geflüchteten Kindern in Lichtenberg, Berlin.
2018-2022 Künstlerische Leitung von „GroßstadtDschungel“. Ein partizipatives Kunstprojekt mit geflüchteten und nicht-geflüchteten Kindern zur künstlerisch-filmischen Erkundung der Pflanzen-und Tierwelt in Lichtenberg, Berlin.
2021 Künstlerische Mentorin beim Film-Kunst-Projekt „DiversiTEA“ im Rahmen von „Vielfalt entdecken – Partizipative Video-Walks“, C*Space, Berlin im Volkspark Prenzlauer Berg.
2020 Kunst-Workshop-Woche zur Ausstellung „Fragile Times“ zum Thema Klimawandel und Artenvielfalt, Galerie im Körnerpark, Berlin
2017 Künstlerische Leitung von Woman.Life.Story. Ein partizipatives Kunstprojekt über das Medium fotografisch-filmisches Storytelling mit (geflüchteten) Frauen* in Berlin.
2015-2017 Künstlerische Leitung von „LICHTBLICKE – KiezKino in Lichtenberg“. Ein partizipatives Kunstprojekt mit geflüchteten und nicht-geflüchteten Kindern zur künstlerisch-filmischen Erkundung des urbanen Raums in Lichtenberg, Berlin.
Ausstellungen (Auswahl)
2025 „KM58“, Open Studios – Karl-Marx-Str. 58, Berlin-Neukölln.
2024 „Orangenschale“ beim Gemeinschaftskunstwerk 50 Gramm im Kesselhaus, KINDL-Zentrum für zeitgenössische Kunst, Berlin.
2023 Multiperspektivische Kurzfilme Wie erinnern wir?, Museum Lichtenberg im Stadthaus, Berlin.
2022 „Laboratorium Lichtenberg“, Museum Lichtenberg, Berlin.
2021 „SPREELECTION“ Fotografie-Serie bei Werkschau 21, Alte Giesserei e.V., Lange Nacht der Bilder Bezirk Lichtenberg, Berlin.
2021 „DiversiTEA“ Kurzfilm, Brotfabrik Berlin.
2020 Installation „ARTen memory“ und Cyanotypieserie „A. Atkins is not anonymous“ bei „Berliner Blau“, Galerie im Körnerpark, Berlin.
2020 Künstlerische Fotografien „Großstadtdschungel“, Lange Nacht der Bilder, Berlin.
2020 „Seeanemone ruft Europa“, Lange Nacht der Bilder, Berlin-Lichtenberg.
2020 Entwurf „Was wäre wenn ..“ in der Online-Ausstellung des Kunst im öffentlichen Raum Wettbewerbs zum Ernst Thälmann Denkmal bei „wa-wettbewerbe aktuell“.
2019 Video-Installation Kunstprojekt „Großstadtdschungel“, ZUKUNFT am Ostkreuz, Berlin.
2018 Fotografische Zusammenarbeit mit Choreografin Margrét-Sara Guðjónsdóttir (Pervasive Magnetic Stimuli) Sophiensäle / Flutgraben, Berlin; Inkonst, Malmö, Schweden.
2018 „Rûaḥ“ (Entwurf und Modell) in der Ausstellung zum Kunstwettbewerb für ein jüdisches Gedenkzeichen in der Frauen-Gedenkstätte Ravensbrück.
2017 Ausstellung Kunst-Projekt (Digital Storytelling) „Woman.Life.Story“, Kiezspinne, Berlin.
2017 Zeichnung „Jeder Euro zählt“ bei „Zwischen Uns“, Lange Nacht der Bilder, Berlin.
2016 Foto-Ausstellung „ZEITREISE“ – Projekt Lichtblicke, Rathaus Lichtenberg, Berlin.
2015 Performance-Installation: „TAPED – Erinnern und Vergessen“ in der Ausstellung „cool runnings“ im Kühlhaus, Berlin.
2015 Performance-Installation „Art Eat“ in der Ausstellung „potential in the ordinary“, kuratiert von Leen Horsford, Galerie Rockelmann&, Berlin.
2015 Performance-Installation „Aktion Set“, Bethanien, Berlin; Café OTO, London, England.
2014 Performance-Installation „Küchenarbeit“ bei „Labourism“, „Month of Performance Art“, kuratiert von Eva Giannakopoulou im Zentrum für Kunst und Urbanistik, Berlin.
2014 Performance-Installation „Sensual Improvisation“ in Kooperation mit Ariana Bassy, bei „Month of Performance Art“, DING DONG DOM (HAU), Berlin.
2014 Realisierung des Denkmals „Klang der Erinnerung“, Gedenkstätte Sachsenhausen.
2013 Performance-Installation Accidentologies, in Zusammenarbeit mit der griechischen Künstlerin Eva Giannakopoulou bei Ringschau, Treptower Park und Bahnhof Berlin Hermannstraße.
2013 Performative Zeichnung und Installation „Echo“ in Kooperation mit Lerato Shadi und Kika Yang, bei „Ringschau“, Berlin.
2012 Performance-Installation „endless theatre“, bei „Moderne Proben“, Haus der Berliner Festspiele, Berlin.
2012 Intervention „Dachproben“ in Kooperation mit Sonja Hornung, Kika Yang bei „Moderne Proben“, Haus der Berliner Festspiele, Berlin.
2012 „Tijuana / San Diego“ dokumentarischer Kurzfilm über die US-mexikanische Grenze.
2011 Dekoloniale Stadtführung zu Erinnerungsorten in Berlin.
2010 Kurzfilm „Möhrenstraße“ mit Interviews von Kwesi Aikins und Prof. Dr. Wolfgang Kaschuba am Institut für Europäische Ethnologie.
Auszeichnungen / Förderungen
2023 1. Preis / Realisierungsempfehlung des Kunst-am Bau-Wettbewerbs für den Entwurf „Wilde Möhre“ für die Nostitzstraße, Berlin (offener, international ausgeschriebener Wettbewerb)
2022 1. Preis / Realisierungsempfehlung des Kunst-am Bau-Wettbewerbs für den Entwurf „Lottchen³“ für das Gymasium in der Erich-Kästner-Straße, Berlin (offener Teilnahmewettbewerb)
2022 KunstSpiele – Ein künstlerisches TheaterFilmProjekt gegen Rassismus und Gewalt im Bezirk Lichtenberg, gefördert vom Corona Sonderfonds
2022 „Multiperspektivische Erinnerungskultur im Museum und im öffentlichen Raum“, gefördert vom Projektfonds Kulturelle Bildung
2021 1. Preis für das Kunstprojekt und den Kurzfilm „DiversiTEA“ im Rahmen von „Vielfalt entdecken – Partizipative Video-Walks“ von C*space, Kino Brotfabrik, Berlin
2021 Auswahl Entwurf „HaarRiss“ aus 189 Arbeiten, 2. Phase Bundespolizei Potsdam / Standort Flure, Kooperation mit Katja Marie Voigt
2021 Auswahl Entwurf „Rapunzelzopf“ aus 189 Arbeiten, 2. Phase Bundespolizei Potsdam/ Standort Atrium, Kooperation mit Katja Marie Voigt
2020 Kunst-Stipendien-Sonderprogramm der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.
2018 Fotokunst-Projekt „Großstadtdschungel“, gefördert von Künste öffnen Welten, Bundesministerium für Bildung und Forschung
2017 2. Platz des Kunstwettbewerbs für den Entwurf „Rûaḥ“ für ein jüdisches Gedenkzeichen für die Frauen-Gedenkstätte Ravensbrück
2017 Fotokunst-Projekt Woman.Life.Story I+II gefördert von AKSB und Frauen ID, Bundesministerium für Bildung und Forschung
2015 Kunstprojekt Lichtblicke-Kiezkino in Lichtenberg, gefördert von Künste öffnen Welten, Bundesministerium für Bildung und Forschung
2014 1. Platz des Kunstwettbewerbs „Gedenken an die 27“ für das Gedenkzeichen „Klang der Erinnerung“, Realisierung in der Gedenkstätte Sachsenhausen
2005 Ehrenpreis des Vereins der humanistischen Freunde Bayreuth für den Film „Medea“
2003 Zeichnungen: „Blauer Turm“ und „Zukunftsvision“ 1. Preis im internationalen Jugend-Kunst-Denkmalpflegewettbewerb (Schloss Habelsee)
2002 Zeichnung „GraffitiDenkmal“, Preisträgerin Europäischer Jugend-Kunst-Wettbewerb (Bundessieg, Preis der Kultusministerkonferenz)
Publikationen / Presseberichte (Auswahl)
„Wilde Möhre“
Pressemitteilung des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg vom 6.11.24
Pressemitteilung 2023 (download pdf)
Ausstellung „Zeitreise“:
„Zeitreise im Rathaus“ Ausstellung zum Kunstprojekt „Lichtblicke in den Rathaus Nachrichten Lichtenberg 2016: http://rathausnachrichten.de/zeitreise-im-rathaus/
Performance-Installation: „Sensual Improvisation“:
Documentation of MPA, Museum of Modern Art (Video min. 15-17)
https://moma.org/explore/inside_out/2014/08/11/performance-platform-perspectives-a-documentary-project-about-mpa-berlin/
Gedenkzeichen „Klang der Erinnerung“:
Märkische Online Zeitung, 13.10.2014: Berührende Klänge für individuelles Gedenken, Dagmar Möbius: http://www.moz.de/lokales/artikel-ansicht/dg/0/1/1335794/
Berliner Zeitung, 12.10.2014: Gedenken an 27 ermordete KZ-Häftlinge:
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/gedenken-an-27-ermordete-kz-haeftlinge-170914
Bild: Klingendes Denkmal für Widerstandskämpfer in Sachsenhausen: http://www.bild.de/regional/berlin/klingendes-denkmal-fuer-widerstandskaempfer-38059230.bild.html
Performance-Installation: „endless theatre“, Intervention „Dachproben“:
Katalog Moderne Proben, Haus der Berliner Festspiele, Kunsthochschule Berlin Weißensee, 2013
© 2025 Eva Susanne Schmidhuber